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Für den eiligen Leser: geht es jetzt weiter ... ?Lieber Sternfreund, Lieber Naturfreund,es ist unendlich schade, dass es diese Internetseite gibt. Hätte die Firma BLANCO nicht allen Sternfreunden der Region den Krieg erklärt, hätte ich diese Zeilen nie geschrieben - nie schreiben müssen.Wir freuen uns, dass Sie
diese Seite aufgerufen haben - und obwohl diese Seite viel Text
enthält, möchten wir Sie ermutigen weiter zu lesen.
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Rolf Kaiser, Obergrombach |
Rolf Kaiser, Obergrombach Ist das nicht zum Heulen? |
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Michael Großmann, Kämpfelbach |
Michael Großmann, Kämpfelbach |
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Michael Großmann, Kämpfelbach |
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Rolf Kaiser, Obergrombach |
Rolf Kaiser, Obergrombach |
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Rolf Kaiser, Obergrombach |
Rolf Kaiser, Obergrombach |
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Wolfgang Stegmüller, Waghäusel |
Wolfgang Stegmüller, Waghäusel |
Heute erschien folgender Artikel in den Badischen Neuesten Nachrichten BNN:
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Wir freuen uns, dass man uns und unser Anliegen wahrnimmt und über die Presse vielleicht noch mehr Menschen für das Thema Lichtverschmutzung sensibilisiert werden. Auch bei BLANCO scheint der andauernde Protest allmählich Wirkung zu zeigen. Nicht anders ist zu erklären, dass der geschäftsführende Gesellschafter Herr Straub sich etwas unklug äußert, indem er wohl auf meinen Hinweis in meinem Schreiben an BLANCO vom 29. Juli 2008 eingeht, wo ich die immense Energieverschwendung anprangere und äußert, dass sein Unternehmen der Öffentlichkeit keine Rechenschaft über den Energieverbrauch schuldet.
Das ist insofern erstaunlich - hat dochdas Unternehmen selbst damit angefangen, die "Energiesparmaßnahme LED-Beleuchtung" gegenüber der Presse herauszustellen. BLANCO hat sich öffentlich mit dem sparsamen Verbrauch gebrüstet und nun dieses etwas ünglücklich gewählte, fast arrogante wirkende Statement - die Nerven scheinen blanco zu liegen.
Wie ein Hohn mutet es indes an, wenn man sich von Seiten BLANCO dazu herablässt, den bruchsaler "Bunsenbrenner" von 0:30 Uhr bis 5:30 Uhr abzuschalten. Das ist zwar ein Teilerfolg für die Natur und die nachtaktiven Insekten, nicht aber im entferntesten akzeptabel für alle Sternfreunde. Mutet man uns tatsächlich zu, die Ausübung unseres wissenschaftlich wertvollen Hobbys in diese Stunden zu verlagern?
Eine Steilvorlage par excellence ist jedoch die Äußerung,
die Beleuchtung sei natürlich eine Werbemaßnahme und
man hat dabei das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Blick.
Der Nutzen ist aus unserer Sicht nahezu Null. Die Qualität
der Erzeugnisse des Unternehmens spricht doch für sich -
oder? Wer also ein BLANCO-Produkt erwirbt, tut dies sicher nicht
wegen dieser Art von Werbung. Auf der Kostenseite steht jedoch
neben den Anschaffungs- und Betriebskosten bereits jetzt ein
erheblicher Image-Schaden. Und wir haben nicht vor Ruhe zu geben.
Der heutige Tag war in zweierlei Hinsicht interessant.
Ich hatte gerade eben ein mehr als erfreuliches Telefonat. Herr Kohl, Leiter der Abteilung "Öffentlichkeitsarbeit" rief mich an um mich über die folgenden Beschlüsse der Geschäftsleitung der Fa. BLANCO zu informieren:
Wir danken der Geschäftsführung der Firma BLANCO für ihr Entgegenkommen. Auch wenn die geplanten Maßnahmen nun durch unseren Protest einiges kosten werden, so bitten wir dennoch um Verständnis. Es ist im Sinne des Gemeinwohles - nicht nur einiger Sternfreunde - und es ist im Sinne der Natur und des Naturschutzes.
Wir werden die anstehenden Maßnahmen und ihre Auswirkungen beobachtend begleiten.
manchmal freut man sich im Leben zu früh. Das war jedenfalls mein erster Gedanke, nachdem mich heute ein Telefonanruf des Geschäftsführers der Fa. BLANCO, Hr. Straub erreichte.
Herr Straube kündigte gleich zu Beginn des Gesprächs an, die Beleuchtung der Firmenfassade und (meine Anmerkung - damit des Nachthimmels) wieder aufzunehmen. Bauliche Maßnahmen zur Abschattung bzw. Absorption des über die Gebäudekante hinausstrahlenden Lichtes wurden, entgegen der Versicherungen im August, nicht vorgenommen. Herr Straub begründete dies mit dem Ausfall des Beleuchtungsspezialisten Holper aus Österreich, die die Lichtinstallation vorgenommen hatte und die Eindämmmaßnahmen leiten sollte wegen eines Burnout Syndroms.
Er verwies sogleich darauf, dass das Angebot des "schwarzen
Telefons" natürlich weiterhin Bestand hat.
Bei BLANCO hofft man offenbar auf ein kleinmütiges Einlenken
der Astronomie-Gemeinde nachdem die zunächst erhitzten Gemüter
zwischenzeitlich etwas zur ruhe gekommen sind.
Garniert wurde der Telefonanruf mit einer Einladung an mich zu einem Konzertevent am kommenden Freitag , den 28. November am Firmenhauptsitz in Oberderdingen.
Rolf Kaiser und ich werden uns um 17 Uhr mit Herrn Straub treffen.
Es freut uns, dass die Fa. BLANCO den Dialog sucht, dennoch werde ich unser Interesse an einer nachhaltigen Lösung vehement vertreten. Es gilt dabei auch ein Zeichen für potenzielle Nachahmer zu setzen und den Nachweis zu führen, dass eine rüchsichtslose Lichtimmission in den Nachthimmel nicht durchsetzbar ist - heute nicht und auch nicht in Zukunft!
Um 17 Uhr fanden Rolf Kaiser und ich uns in Oberderdingen am Firmenhauptsitz der Fa. BLANCO ein. Der Geschäftsführer Hr. Straub empfing uns in seinem Büro, wo wir fast eine halbe Stunde lang ein sehr angenehmes Gespräch führten. Man teilte uns mit, dass BLANCO zunächst die Beleuchtung an den Adventswochenenden und in der Sylvesternacht einschalten möchte. Eine Abschirmungsmaßnahme, welche in einem "vernünftigen" Kosten-Nutzen-Verhältnis steht sei noch nicht gefunden, es werde aber weiter danach gesucht. Am allerliebsten wäre es BLANCO indes, wenn man ganz darauf verzichten könne und das "schwarze Telefon" als Dauerlösung genüge.
Wir zeigten Verständnis für das Anliegen der Firma, bestanden aber dennoch auf einer nachhaltigen Lösung des Problems, weil wir Nachahmer fürchten und wir dann in einigen Jahren eine Vielzahl von Unternehmen anrufen müsen, ehe wir unserem Hobby nachgehen können. Dafür zeigte Herr Straub wiederum Verständnis.
Alles in Allem war es ein sehr konstruktives Gespräch, im Laufe dessen auf beiden Seiten einige herrschende Missverständnisse aufgeklärt wurden und eine Atmosphäre des gepflegten Umgangs miteinander geschaffen wurde.
Wir werden also nun an den 4 Advents-Wochenenden immer
an den Samstag- und Sonntagabenden die Lichtskulptur über
BLANCO erstrahlen sehen. Wir sind indes guter Dinge, dass langfristig
eine Lösung gefunden wird, die beiden Seiten gerecht werden
kann.
Man überreichte uns eine vorbereitete Pressemitteilung,
aus welcher hervorgeht, dass ungeachtet baulicher Maßnahmen
die Beleuchtung sowohl im Frühjahr als auch im Spätjahr
während der Zeit des Vogelzuges für jeweils 3 Monate
aus bleiben soll.
Als Fazit des Treffens ziehe ich für mich, dass beide Seiten an einer konstruktiven Lösung interessiert sind und bis zu deren Umsetzung miteinander anstatt übereinander gesprochen werden muss und wir in BLANCO einen "Gegner" haben, der unsere Bedürfnisse ernst nimmt und sich dialogbereit zeigt.
Wenn Sie es bis hier hin geschafft haben, dann scheint Ihnen dieses Thema ein wirkliches Anliegen zu sein. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns einen Eintrag in unserem Gästebuch hinterließen.
Hier noch ein Link zum Blog von Jan Hattenbach, der dieses Thema sehr schön und zutreffend ausgearbeitet hat. Lesen lohnt sich!!!!
Hören Sie hier das Interview vom 6. August als mp3. Und hier ist noch der Fernsehbeitrag des SWR-Fernsehen mit einem Interview unseres Vorsitzenden Rudolf Woll als mpeg-Datei (5,5 MByte) für den Media-Player oder als flv-Datei (5,7 MByte) für einen Flash-Player (bessere Qualität)
Danke schön und liebe Grüße aus Waghäusel
Wolfgang Stegmüller
(2. Vorsitzender, Schriftführer, Webmaster)